Antonie verbindet introspektiver Dark Fairytale Folk und filmische Klanglandschaften. Ihre Songs erzählen vom Aufbruch und dem Versuch, in einer bewegten Welt Halt zu finden - transparent und nachdenklich. Aus der Fragilität schöpft sie ihre Stärke.
Das Ziel, das man vor Augen hat, ist nicht immer an einen bestimmten Ort gebunden, und doch führte es Antonie von der Pfalz über Chile, Freiburg und Lüneburg zurück in ihre Heimatstadt Berlin. Auf den Bühnen der Hauptstadt bringt sie nun zum Ausdruck, was viele von uns wahrscheinlich schon einmal gefühlt, aber noch nicht ganz fassen konnten. Mit ihrer klaren Stimme nimmt die Singer-Songwriterin die Ohren und Herzen ihres Publikums mit auf die Suche nach ihrer eigenen künstlerischen Identität und scheut sich nicht davor, auch die stürmischen Seiten der Realität zu schildern. Zusammen mit symbolischen Klängen aus dem Alltag und begleitenden Streichelementen ist ihre Musik rein, manchmal zart, aber immer kraftvoll und ehrlich. Ihre Songs sind melancholisch, doch ihr Blick bleibt nie am Boden, sondern richtet sich mit Neugier und Staunen auf die Welt, selbst in ihren dunkleren Momenten.
Inspiriert von Künstler*innen wie Hania Rani, Agnes Obel, Tom Odell, SYML, Patrick Watson, Blanco White, Lord Huron und Fink konzentriert sich Antonie auf die schweren und leichten Seiten des Lebens und formt daraus ihre Musik. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Folk und Indie, voller erzählender Texte und eindringlicher Sprache, wie eine klangliche Pause und Besinnung. Antonies musikalische Zukunft klingt für sie nach Klavier, Streichern und Harfenklängen – einfach mehr Musik, die uns auf eine Reise zu ihrem eigenen künstlerischen Selbst mitnimmt.
Als Konzept-EP entfaltet "Between Worlds" in sechs Stücken, darunter zwei instrumentale Interludes, einen musikalischen Raum zwischen Innehalten und Weitergehen. Gitarren- und Klavierklänge im Intro wirken wie der erste Schritt in eine Landschaft, die sich langsam entfaltet. Orte, Erinnerungen und innere Gedankenräume verweben sich – geprägt von Antonies achtmonatigem Aufenthalt in Santiago de Chile und ihren Reisen durch Südamerika. Die Erfahrung, weit entfernt vom Vertrauten zu sein, spiegelt sich in ihrer Musik als Spannung zwischen Weite und innerer Unruhe.
Immer wieder tauchen Fragen nach Wandel, Nähe und Erinnerung auf. Gedanken wandern zu vergangenen Begegnungen und zu dem, was Menschen miteinander verbindet. Wie ein ruhiger Strom fließen Erinnerungen durch die Musik und holen zugleich ins Hier und Jetzt zurück.
Zwischen diesen Zuständen öffnet sich ein instrumentales Interlude, das die Balance zwischen Harmonie und Rissen hält – ein energetischer Moment innerhalb der EP. In ihrem Zentrum steht „Merry-Go-Round“, die erste Single. Der Song vertont das Gefühl, nach Halt in einer sich bewegenden Welt zu suchen, wenn äußere Ereignisse und innere Prozesse ineinandergreifen und Gedanken zu kreisen beginnen. Wie auf einem Karussell, das sich immer weiter dreht: ein wiederkehrendes merry-go-round.