matrusch*k steckt zwischen den Welten. Jeder Track enthüllt eine neue Ebene, welche sich melancholisch-kraftvoll und genreübergreifend zwischen Pop und Alternative Electro bewegen.
Kryska Haberland ist transdisziplinäre Künstler*in, Musiker*in und Pädagog*in aus Magdeburg. Als Arbeiterinnen- und Nachwendekind hatte Kryska keinen klassischen Zugang zur Musik – kein familiäres Narrativ, kein gefülltes Plattenregal, keine frühe musikalische Ausbildung. Stattdessen brachte sich Kryska autodidaktisch Instrumente, Songwriting und Tontechnik bei. Geprägt von Subkulturen, Noise-Performances und der Suche nach einer offenen Community entwickelte sich eine eigene Sprache zwischen Sampling, Improvisation und elektronischen Klangexperimenten. Nach Stationen an Theatern wie in Köln, Leipzig oder Magdeburg sowie dem Studium Performing Arts in Hannover entstand 2021 das Soloprojekt matrusch*k: ein fortlaufendes Experiment zwischen elektronischem Sound und gesellschaftlicher Reflexion. Die Songs verhandeln Themen wie Liebe, Identität und Selbstakzeptanz – immer zwischen Intimität und Kollektiv, zwischen Scheitern und Neuentwurf.
Parallel dazu organisiert Kryska seit 2022 die monatliche Jam-Session „Synthesize Me!“, in der ein offenes Ensemble elektronische Musik live improvisiert. Der kollektive Charakter macht die Reihe zu einem Raum für Austausch, Teilhabe und neue Wege des Musizierens. Zusätzlich arbeitet Kryska als Dozent*in, u.a. zu Soundmodulation bei der Musikkonferenz Trial & Error oder entwickelt mit Jugendlichen Theater- und Hörspielproduktionen. Im Masterstudium Künste und Gegenwartskulturen in Hildesheim forscht Kryska zu experimentellen Formen der Klangerzeugung, den Wechselwirkungen von Gender und Raum sowie zu Fragen kultureller Teilhabe.
In den letzten Jahren war Kryska auf zahlreichen Festivals und Bühnen präsent, darunter die Fusion (2023–2025), das Tarmac Festival (2025), das Kiezkulturfestival (2024/25), das Glacis Open Air (2023) sowie mit dem Projekt jet-set-k bei der Wilden Möhre (2023) und Moyn. Jüngste Arbeiten sind das Hörspiel „Nordstadtranke“ (2024), die Theaterproduktion „Momo“ (2024) sowie die Releases „Fade Away“ (2021), „Horizon“ (2024) und „Down Low“ (2025).
Ein zentrales Element in all diesen Projekten bleibt die Praxis des Scheiterns – nicht als Niederlage, sondern als produktiver Prozess, um Neues zu entdecken, Klangräume zu erweitern und Stimmen hörbar zu machen, die sonst keinen Platz finden.