Mit Katzenaugen eines schwarzen Panthers und rauer Amy-Winehouse-Stimme bringt sie frischen Schwung. Ihre Musik ist pur, geheimnisvoll, sexy und gefährlich; ihr Sound lässt tanzen, ihre Texte wecken den inneren Tiger
Gesang und Tanz waren schon da, bevor Worte für all das existierten, was Sherona
damit ausdrücken konnte.
Musik war für sie schon immer ein Safe Space: ein Raum, in dem sie atmen konnte,
während das Leben um sie herum nicht immer leicht war.
Gerade in einer Zeit, in der sie Mobbing in der Schule erlebte, wurden Gesang und
Tanz zu etwas, das weit über Ausdruck hinausging. Sie fasste dadurch Stärke und
ließ sich von diesen schwierigen Erfahrungen nicht definieren. Stattdessen lernte sie
früh, an Herausforderungen zu wachsen und Resilienz zu entwickeln.
In dieser prägenden Phase wurde ihr Onkel Fedi zu einem wichtigen Einfluss.
Er faszinierte sie mit seinem starken, mitreißenden Mindset und inspirierte sie als
Rapper. Er zeigte ihr, welche Kraft im Songwriting und in der inneren Haltung
liegen kann. Diese Mischung aus mentaler Stärke und künstlerischem Ausdruck
hinterließ Spuren.
Schon als Jugendliche begann Sherona, sich intensiv mit persönlicher Entwicklung
zu beschäftigen. Mit 14 Jahren besuchte sie zum ersten Mal Tony Robbins in
London, um am bekannten „Unleash the Power Within“ teilzunehmen — die Reise
finanzierte sie aus eigener Tasche, überzeugt und mit dem Wunsch, innerlich stärker
zu werden und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Mit bereits 16 Jahren zog sie schließlich von zu Hause aus zu ihrem Onkel nach
Berlin. Dort begann ein neues Kapitel. Zwischen Arbeit, Großstadt und
Erwachsenwerden nahm sie intensiven Gesangsunterricht und bildete ihre
gesanglichen Fähigkeiten weiter aus, denn sie war sich sicher: Sie wollte Sängerin
werden. Berlin war ein Ort des Aufbruchs — aber auch hier blieben ihre inneren
Verletzungen spürbar. Trotz aller Liebe zur Musik trug Sherona mentale Hürden in
sich. Letztendlich war es nicht der fehlende Wunsch zu singen, der sie von der Musik
wieder wegführte — es war der fehlende Glaube an die eigene Stimme.
Also begann sie, sich neu zu orientieren, und fand alte Modezeichnungen im Keller,
die wie vergessene Fragmente ihrer selbst schienen. Inspiriert davon wurden aus
ersten Entwürfen reale Designs, die sie gemeinsam mit einer Schneiderin in Berlin
umsetzte. Schließlich wuchs in ihr der Wunsch, das Handwerk selbst von Grund auf
zu erlernen. Also zog sie nach Mannheim, um Modedesign zu studieren.
Die Mode wurde in dieser Zeit zu einem neuen Ausdrucksraum — vielleicht auch zu
einem Zwischenort, als die Sängerin in ihr noch nicht bereit war, sich ganz nach
vorn zu wagen.
Was zunächst wie eine neue Richtung wirkte, wurde nämlich bald zu einer wichtigen
Erkenntnis. Sherona merkte, dass sie zwar Leidenschaft für Ästhetik empfindet, aber
nicht für Oberflächlichkeit. Die Welt, die sie dort erlebte, war ihr zu eng, zu
angepasst, und ihre Kreativität fühlte sich nicht befreit, sondern begrenzt an.
Für eine Frau, die gestalten will, statt sich einzuordnen, konnte das auf Dauer nicht
der richtige Ort sein.
Doch wo sich eine Tür schloss, öffnete sich eine neue — eine, die schon lange in ihr
angelegt war, denn Mindset hatte Sherona nie wirklich losgelassen. Als ihre Mutter
in einem Telefongespräch erzählte, dass sie eine Ausbildung am Proctor Gallagher
Institute in den USA begonnen hatte, fühlte sich das nicht wie ein Zufall an, sondern
wie ein Weckruf. Sherona entschied sich, selbst die neunmonatige Ausbildung zum
PGI Consultant zu absolvieren. Gemeinsam gründeten Mutter und Tochter die
Vision to Reality Akademie — ein Herzensprojekt, in dem sie knapp zwei Jahre lang
Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleiteten. Sherona entwickelte in
dieser Zeit unter anderem den bekannten Mission Workshop, dessen Design,
Struktur und Inhalte vollständig aus ihrer Feder stammen.
Diese Phase war weit mehr als ein beruflicher Abschnitt. Sie war der Beweis dafür,
dass aus innerer Arbeit echte Veränderung entstehen kann.
Sherona fasste ihren Mut zusammen und gründete kurze Zeit später die Band 278 Tones. Ein Jahr lang spielte die Band zusammen und sammelte Bühnenerfahrung. Ein besonderer Höhepunkt war ein großer Festivalauftritt in Frankfurt — ein Abend, der zeigte, was in Sherona längst angelegt war: Präsenz, Mut und die Fähigkeit, eine Bühne nicht nur zu
betreten, sondern mit Leben zu füllen.
Gerade weil sie im Bereich Mindset so viel gelernt, aufgebaut und weitergegeben hatte, traf sie die nächste Erkenntnis mit besonderer Klarheit: Mindset ist kraftvoll — aber es ist nicht alles. Sherona spürte, dass Teile ihres Wesens zu lange auf Pause standen. Die Tänzerin. Die Sängerin. Die Modedesignerin. Die schöpferische Frau. All das wollte nicht länger warten. Es wollte zusammenfinden.
Sherona verließ das Unternehmen, das sie mit ihrer Mutter aufgebaut hatte, und
widmete sich der Musik erneut und diesmal vollkommen. Es folgte eine intensive,
einjährige Entwicklungs- und Findungsphase, in der ihre künstlerische Identität
endgültig Form annahm. Sherona war geboren – inspiriert von „Shiroi Onna“,
japanisch für „Frau in Weiß“.
Die Farbe steht für Licht, das alle Farben in sich trägt. Für Vielschichtigkeit. Für die
Wahrheit, dass Identität nicht aus einer einzigen Rolle besteht, sondern aus allem,
was in uns gesehen, angenommen und gelebt werden will. Genau darin liegt auch
ihre Botschaft. Sie steht für die Kraft, das eigene wahre Selbst zu erkennen und
mutig zu leben.
Heute vereint Sherona all das, was ihr Leben lange in einzelnen Kapiteln erzählt hat:
Mindset, Mode, Gesang und Tanz, kombiniert mit neu erlernten Fähigkeiten als
Produzentin, Songwriterin und Pianistin. Sie verkörpert ein Gesamtbild aus Stärke,
Tiefe und Selbstbestimmung.
Mit einem starken Gespür für Ästhetik, einer bewegenden Stimme und der Energie
einer Frau, die sich nicht mehr in Teile zerlegen lässt, steht Sherona für eine Kunst,
die ehrlich ist und berührt.